Fundstück: Schluss mit luschdich

April 23rd, 2012 § 0 comments § permalink

Fundstück in der Rheinpfalz am Sonntag vom 22. April 2012:

“Sie werrn sich velleicht nimmi so genau entsinne. Awwer 1987, nooch de Landdaachswahl, hot de Minischderbrässident, des war domools de Voochelsbernhard vun de CDU, e Briederle griecht, wie mer g’saacht hot. Des Briederle vun de FDP (iwwrichens es selwe, wu heit noch in Berlin rumhubbst) hot domools in Määnz mit an die Regierung gedirft, middem Voochel zamme, wu vorher mit seine CDU eewich un drei Daach allää an de Macht war. E Johr schbeeder hot’s dann geknallt bei de CDU. Die Schwarze hänn uff äämool gemäänt, de Voochel soll jetzt emool halblang mache. Des hääßt, er soll nimmi Minischderbrässident un Landesvorsitzender gleichzeidich sei, sondern blooß noch änns devu. Awwer do hänn se die Rechnung ohne de Voochel gemacht. „Rutschen mer graad de Buckel nunner”, hott der domools g’saacht, jedenfalls sinngemäß. Dann hot er dänne de Bettel hieg’schmisse. Es End vum Lied war: Die CDU hot statts em Vochelsbernhard so e Luftbumb namens Wilhelm als Landesvorsitzender g’hatt un es Land en Minischderbrässident Waachner – en Mann mit Eschbritt wie e Parkuhr. Des war gar nix. Drei Johr schbeeder, bei de Landdaachswahl 1991, war dann Schluss mit luschdich (un de CDU), un im schwarze Rheinland-Palz sinn die Roode ans Ruder kumme. Die CDU huggt seitdämm landesbollidisch im Strooßegraawe, also in de Obbesition, un kummt ääfach nimmi raus. Sie missen sich des vorstelle: De Baldauf, also de Vorgänger vun de Klöcknern, war als Landesvorsitzender un Fraktionschef noch nit emool lang genuuch im Amt, fer e Landdaachswahl se verliere! Des hot dann die Klöcknern mache dirfe, ach wann se’s, glaaw’ich, bis heit noch nit gemerkt hot, so, wie die immer babbelt. Jedenfalls: Die CDU isch vun de Macht im Land so weit weg wie immer seit 1991: meileweit. Un genau die CDU määnt jetzt die Woch – un desweeche verzehl ich dänn alde Schambes -, sie misst em Beckekurt erkläre, wie er sei Noochfolsche zu reechle hot. Jetzt halt awwer emool de Gaul aa! Machtpolitische Rootschlääch vunn de CDU? Gott schütze Rheinland-Pfalz!”

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Die These vom Einzeltäter

Dezember 21st, 2010 § Kommentare deaktiviert § permalink

Das Leben könnte so schön sein: Einfach, gradlinig und ohne Wirrungen. Die CDU in Rheinland-Pfalz lebt solch’ ein schönes Leben. Richtigerweise muss man sagen: Die „neue“ CDU. Glaubt man der Argumentation dieser „neuen“ Parteiführung, dann geht der Parteienfinanzierungsskandal (401.086,32 Euro illegal verwandter Steuergelder) einzig und allein auf das Konto eines Einzeltäters: Christoph Böhr. Jener war Chef der „alten“ CDU. Die gibt es jetzt nicht mehr – sagt die „neue“ CDU.
Von dieser „alten“ CDU – auch hier muss man einfach der Argumentation der „neuen“ CDU glauben – ist nämlich niemand mehr in Amt und Würden – sind alle mit Böhr abgetreten – verschwunden – haben sich aufs Altenteil verabschiedet. Und weil das so ist, kann die „neue“ CDU auch umfassend, schonungslos und ohne persönliche Reue und Schuld „aufklären“. Das hat die jetzige Vorsitzende der „neuen“ CDU, Julia Klöckner, angekündigt. Sie war ja – auch hier bitte ich den Leser um krampfhaftes Festhalten der CDU-Argumentationslinie – damals, also zu Zeiten der „alten“ CDU, nicht in Amt und Würden – sie ist neu, frisch und die „Hoffnungsträgerin“.
Doch leider verfängt dies nicht – das Leben ist kein Bilderbuch, in dem man nur sieht, was man sehen will! » Read the rest of this entry «

Bundesinnenministerium stellt Ausländer unter Generalverdacht – und Julia Klöckner?

September 18th, 2010 § 0 comments § permalink

Foto: Maren-Be-ler_pixelio.de

Foto: Maren-Be-ler, pixelio.de

Für die rund 4,3 Millionen Nicht-EU-Bürger wird es nach dem Willen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière noch in diesem Jahr einen neuen Ausweis geben: Eine Chipkarte mit zwei Fingerabdrücken und einem digitalen Foto. Klingt harmlos und schick – ist aber nichts anderes als ein digitaler Generalverdacht in Scheckkarten-Format. Denn wofür soll diese riesige Fingerabdruck-Datenbank dienen, wenn nicht der Beruhigung eines diffusen Angst-Gefühls gegenüber angeblich dubiosen und “per se” kriminellen Ausländern, wie es so gern von Konservativen landauf- landab kolportiert wird. » Read the rest of this entry «

Denn Sie wissen nicht, was sie tun…

August 11th, 2010 § 1 comment § permalink

Foto: Stephanie Hofschlaeger | pixelio.de

Gradlinigkeit, Seriosität und Erfahrung sind nur einige der Eigenschaften, die ein Politiker – und erst Recht ein Bewerber oder eine Bewerberin für ein politisches Amt – ausstrahlen und verkörpern sollten. Deshalb unternimmt die Bewerberin der CDU für die nächste Landtagswahl in Rheinland-Pfalz viel, um bei Land und Leuten bekannt und in dem eingangs beschriebenen Blickwinkel betrachtet zu werden. Je länger ihre Versuche andauern, je länger sie sich auf den Brettern, die die politische Bühne bedeuten, zu bewegen versucht, desto deutlicher wird vor allem eines deut- und ersichtlich: das Fehlen eines Grundkonzeptes in ihrem Wahlkampf. » Read the rest of this entry «

Josef Rosenbauer beim Spicken erwischt!

Juli 22nd, 2010 § 0 comments § permalink

Nun hat die CDU Rheinland-Pfalz inzwischen fünf Pressesprecher unter Vertrag, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern sollen – und trotzdem muss der Generalsekretär der CDU, Josef Rosenbauer, seine Pressemitteilungen aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abschreiben.

ORIGINAL…
(FAZ vom 20.07.2010)
…UND FÄLSCHUNG
(Pressemeldung CDU vom 21.07.2010
„<…> Beck bereitet eine Verfassungsbeschwerde gegen den ZDF Staatsvertrag vor. Er klagt also gegen sich selbst. Er unternimmt dies angeblich, um den Einfluss der Politik auf den Sender einzudämmen, in Wahrheit aber, um ihn zu zementieren. Beck will mit seiner Klage nämlich nur einem fundamental angelegten Normenkontrollantrag der Grünen im Bundestag den Boden entziehen, für dessen Einreichung die Grünen ein paar Stimmen von SPD-Parlamentariern brauchen. Die sollen sie nicht kriegen, dafür sorgt Becks Manöver.“„<…> Fakt ist aber, dass Beck eine Verfassungsbeschwerde gegen den ZDF Staatsvertrag – also gegen sich selbst – vorbereitet. Angeblich um den Einfluss der Politik auf den Sender einzudämmen. Das Gegenteil ist der Fall. Becks Klage hat allein den Zweck, einen von der Grünen-Bundestagsfraktion eingereichten Normenkontrollantrag zu verhindern, der den ZDF-Staatsvertrag grundlegend verändern würde und damit auch seinen Einfluss minimieren würde.“
„<…> Der Verwaltungsdirektor Suchan hat allerdings seinerzeit selbst vorgemacht, für was der Mainzer Kollege gehandelt wurde: Bevor er im April 1999 zum ZDF kam, war Suchan Staatskanzleichef, in Hessen, unter der Regierung des SPD-Ministerpräsidenten Hans Eichel.“„Am Rande sei noch bemerkt: Der amtierende Verwaltungsdirektor Hans Joachim Suchan war vor seinem Wechsel in den Sender Chef der Staatskanzlei Hessen, unter dem damaligen SPD Ministerpräsident Hans Eichel.“

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