Klöckners Kampf der Kulturen hat Schönheitsfehler

Oktober 7th, 2010 § 0 comments

In der CDU ist nach der Rede von Bundespräsident Wulff eine erhitze Debatte über dessen Ausführungen zum Islam und dessen Stellenwert in und für Deutschland entbrannt. In der CDU ist daraufhin ein Wettbewerb um den Titel des konservativsten Konservativen entbrannt, an dem sich auch Julia Klöckner beteiligt. Im „SWR2-Tagesgespräch“ bemerkte sie jüngst dazu: Dass der Islam zu Deutschland gehöre, bedeute aber nicht, dass er auch Fundament unserer deutschen Kultur sei. Wenn dies der Fall wäre – so Klöckner weiter – dann wäre in Deutschland weder eine Frau Kanzlerin, noch eine Frau Ministerpräsidentenkandidatin. Hier irrt Frau Klöckner, denn das stimmt so nicht!

Von 1993 bis 1996 war Tansu Ciller Ministerpräsidentin der Türkei – lange bevor man in der CDU sich auch nur wagte daran zu denken, dass eine Frau Vorsitzende werden könne, geschweige denn Bundeskanzlerin einer CDU geführten Regierung. Oder Khaleda Zia. Sie war von 1991 bis 1996 und noch einmal von 2001 bis 2006 Premierministerin in Bangladesch, einem Land in dem sich fast 90 Prozent der Bevölkerung zum Islam bekennen! Vergessen werden sollte auch nicht Benazir Bhutto, die von1988 bis 1990 und von 1993 bis 1996 Premierministerin von Pakistan war. In Pakistan bekennen fast 97 Prozent zum Islam.

Übrigens Frau Klöckner: Im christlichsten Staat auf Erden, dem Vatikan, haben bis heute Frauen keine Chance in Spitzenpositionen aufzusteigen, geschweige denn bis zum „Regierungschef“!

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